Dhavani bei  Hifi Test

Wer gerne Musik hört, kommt irgendwann an den Punkt an dem er zum Lautstärkeregler greift um Spaß zu haben und richtig Gas gibt. Da muss der Lautsprecher mehr können als die in Wohnzimmern weit verbreiteten Kompaktboxen. Standmodelle sind in dem Fall das Mittel der Wahl – wir greifen zur Dhavani von Davis Acoustics aus Frankreich.

Natürlich, bereits kleine Kompaktlautsprecher machen ganz vorzüglich Musik. Doch aufgrund ihrer Abmessungen gibt es Einschränkungen bei der Treiberauswahl und beim Volumen für den Tieftöner. Da sind die Dynamikgrenzen einer solchen Konstruktion schnell erreicht. Nach wie vor gilt: es geht nichts über eine große Membranfläche, außer noch mehr Membranfläche. Für Lautsprecherkonstrukteure sind Standmodelle eine tolle Spielwiese. Hier lassen sich große Treiber einsetzen, die auf ein optimales Gehäusevolumen spielen dürfen um ordentlich tief und laut zu sein. Soll die Box eher schlank sein, bitteschön, auch das ist problemlos möglich. Dann werden eben viele kleine Tieftonchassis auf der Schallwand verteilt um die benötigte Membranfläche zu erreichen.  Davis geht mit der Dhavani einen Mittelweg: Die rund 110 cm hohe und mit 23 cm nicht zu schlanke Standbox setzt zwei 8-zöllige-Tieftöner zur Bassreproduktion ein, die die Schallwandbreite geschickt ausnutzen. Bereits einer dieser Treiber kann viel Luft verschieben, zwei davon umso mehr – das verspricht viel Dynamik.

Technik

Die Basstreiber im Doppelpack finden im großvolumigen Bassreflexgehäuse ideale Arbeitsbedingungen. Das runde Bassreflexrohr mir großzügigem Querschnitt sitzt unterhalb der beiden Basschassis auf der Front, was theoretisch eine wandnahe Aufstellung ermöglicht. Doch im Sinne einer knackigen Basswiedergabe mit hoher Präzision empfiehlt es sich die Lautsprecher mindestens 30 cm von der begrenzenden Wand abzurücken. Im Zentrum des Geschehens verrichtet ein Mitteltöner seine Dienste. Das Chassis mit 17-cm-Nennmaß trägt eine 125 mm durchmessende, gelb leuchtende, Glasfasermembran mit schwarzem Phase-Plug zur Schau. Ganz nahe an diesen herangerückt, setzt der 25-mm-Gewebehochtöner akustische Glanzpunkte. Bis 400 Hertz arbeiten die beiden Bässe gemeinsam, darüber übernimmt der Mitteltöner bis zu einer Trennfrequenz von 4.000 Hertz. Alles darüber fällt in die Verantwortung des Hochtöners, dessen Frontplatte eine Waveguide zur Verbesserung der Schallabstrahlung andeutet. Angeschlossen wird der Dhavani Standlautsprecher über ein kurzschlusssicheres Biwiring-Terminal, dessen dünne Blechbrücken wir durch kräftige Kabelbrücken ersetzt haben. Dank seiner spitzen Metallspikes steht der rund 20 Kilogramm schwere Standlautsprecher unverrückbar auf Teppichböden. Der 4-Ohm-Standlautsprecher ist im Foliengehäuse mit schwarzem Esche-Dekor für rund 650 Euro das Stück erhältlich. 

Klang

Der Standlautsprecher war bereits eingespielt, sodass wir mit dem Hörtest ohne Umwege loslegen konnten. Im Hörraum gibt sich die Davis Dhavani als unprätentiöser Spielpartner zu erkennen. Mit großzügigem Abstand zur Rückwand und minimal zum Hörplatz eingedreht spielt der Lautsprecher gut gelaunt auf. Die Dhavanis haben Kraft und reichen im Bass tief hinab. Den Gegenpart zu den druckvollen Bässen liefert der 25-mm-Hochtöner mit spritzigen und gut auflösenden Höhen was den Davis-Modellen ein wunderbar lebendiges Klangbild verleiht. Vor allem mit Rockmusik macht die Abstimmung der Lautsprecher richtig Laune, so dass unsere Füße ganz automatisch im Takt mitwippen. Doch nicht nur mit Rock kommt die Box hervorragend zurecht.   

Labor

Das Abstrahlverhalten des Standlautsprechers ist auf Achse und unter einem Winkel von 15 Grad betrachtet nahezu deckungsgleich – nur unter 30 Grad fällt der Pegel minimal ab. Dhavani ist mit einem spaßfördernden Peak um 90 Hertz abgestimmt, von 200 bis 20.000 Hertz steigt der Pegel gemächlich an. Der Standlautsprecher klirrt wenig und zeigt auch beim Ausschwingverhalten keine Auffälligkeiten.

Fazit

Davis Acoustics präsentiert mit dem  Modell Dhavani einen dynamischen Standlautsprecher, der sich vorzüglich zum Leise- eben- so wie zum Lauthören eignet. Sein lebendiges  Klangbild macht einfach nur Laune und hat  das gewisse Etwas, was vor allem diejenigen  begeistert, die auf der Suche nach einem Lautsprecher mit Charakter sind.

Einstufung: Spitzenklasse

Preis/Leistung: sehr gut  Note 1,2

Davis Acoutics Eva in Ausgabe 02-2017 der HIFI TEST :

Preis/Leistung : hervorragend

Preistip

Hier schreibt Herr Jochen Schmitt unter dem Titel "Exzellentes Angebot" über die Davis Acoustics "EVA" und bezeichnet Sie sogar als "Preiskracher":

  • Wer jetzt denkt, dass man für 250 Euro kaum etwas erwarten kann, wird von Davis eines Besseren belehrt.
  • gefallen die kleinen Evas durch ihre quirlige Spielweise, mit knackigen Bässen
  • Mittlere und hohe Tonlagen ertönen ausgewogen, Stimmen klingen angenehm und sind wohlproportioniert.
  • räumliche Abbildung gelingt hervorragend, mit exakter Mittenortung und bestens nachvollziehbarer Positionierung von Stimmen und Instrumenten.
  • legt Eva ein ausgewogenes Wiedergavbeverhalten an den Tag, mit sehr gutem bis hervorragendem Abstrahlverhalten

Fazit : Die Eva von Davis sind formschöne Lautsprecher in Regalform, mit gelungenden Proportionen, vorbildlicher Verarbeitung und einer guten, technischen Ausstattung. Sie überzeugn mit einem frischen, quirligen Klangbild und bester räumlicher Abbildung. Der günstige Preis macht die Lautsprecher zu einem echten Schnäppchen.

Davis Dhavani in What Hi-Fi? India April 2016

Wir spielen "Hey Now" und Hannah Reid´s Gesang wird mit allen Details und einer Ausgeglichenheit geliefert, wie man es sonst nur von Lautsprechern zum doppelten Preis erwartet.     Ein weiterer wichtiger Aspekt der Dhavani den wir entdecken ist die weite und offene Räumlichkeit, die Sie mit einer sorgfältigen Positionierung in ihrem Raum erreichen, während wir "The Animals Were Gone" von Damien Rice hören.

Geben Sie der Dhavani einen großen Raum und kombinieren Sie sie mit guter Elektronik und das vermittelte Gefühl von Größe und Dynamik liegt weit über dem geforderten Preis.

DAFÜR: Imponierende Details; ausgedehnte Räumlichkeit; Preis

DAGEGEN: Nur Standardausführung erhältlich

Fazit: Wenn Sie viel Platz haben und diesen mit detailliertem Klang füllen wollen, hier ist die Lösung

Über die Dhavani Aus "MINT" Ausgabe 02 2017

Die High-End-Anlage für 4.000 Euro

Bei unserer 4.000 Euro-Anlage konnte hier die Wahl nur auf die Dhavani von Davis Acoustics fallen. Der inoffizielle Sieger des bereits erwähnten MINT-Tests überzeugt vor allem dadurch, wie souverän, präzise und natürlich er verschiedenste Musik wiedergibt - und das zu einem Preis von rund 1.300 Euro, der für das, was die Lautsprecher können, sehr niedrig angesetzt ist.

Im Zusammenspiel mit den Lautsprechern von Davis Acoustics ... wird ein auf Jahre hochwertiges Musikerlebnis garantiert.

 

Davis Stentaure LE im Test des Magazins Audio

Fazit

Davis war für mich bis vor kurzem ein unbeschriebenes Blatt.

Das änderte sich in Sekunden. Aus der Masse ragen diese Säulen wie im Spotlight heraus. Die Vorstellung

weckte Emotionen und riss mich mit, wie ich es nur von Live-Konzerten respektive ein oder zwei Super-Anlagen kenne.

Hätte mir nie träumen lassen, das mit so geringem Aufwand zu erleben.

Klangurteil 84 Punkte

Preis/Leistung ÜBERRAGEND

Audio-Empfehlung „Röhrenfreundlich“

 

Davon träumen erleuchtete HiFi-Fans schon lange: Ein erschwinglicher Lautsprecher mit tollem Wirkungsgrad und anspringender Dynamik, der sich trotzdem tugendhaft in Sachen Homogenität gibt. Und dann entdeckt unser Chef genau eine solche Perle im Programm eines Nischenanbieters:

  • ...und erlebt so etwas wie das achte Weltwunder der High Fidelity.

  • ...dass sich in der Redaktion ungewohnte Szenen abspielten: Der Hörraum bevölkert von routinierten Testern, die sich so schnell nicht beeindrucken lassen, die mit leuchtenden Augen der Musik lauschen.

  • ...mit sensationell niedrigem Klirr und höchster Homogenität gesegnete Französin...

  • ...bot die Davis eine aberwitzige Attacke und Spielfreude, die manche High-End-Kette jenseits der 50.000-Euro-Schwelle wie Spielzeug wirken lässt.

  • Doch um eine derart direkte, anspringende, authentische Performance zu erleben, gibt es nur eine erschwingliche Alternative: Tickets fürs Live-Konzert.

Messlabor: Die Davis besticht mit Traummaßen: 88,4 dB Wirkungsgrad 110 dB maximaler Schalldruck, ein ausgewogener, breitbandiger Frequenzgang (lediglich in der Vertikalen bündelt sie leicht bei 2 kHz) und Verzerrungen, die fast vollständig unter der Meßgrenze bleiben. Dazu kommt ein unkritischer Impedanzverlauf mit durchschnittlich 4 Ohm sowie eine sehr niedrige AK von 45. Verstärkerfreundlicher geht kaum.

Maya im Check bei Hifi Test 2014

 Kurz & Bündig:

+ lebendiger Klang, sehr preiswert

+ recht hoher Wirkungsgrad

Einstufung: Oberklasse

Preis/Leistung: Hervorragend

 Note 1,2

 ein solides Single-Wiring-Terminal, woran Litzenkabel, 4-mm-Bananenstecker oder Kabelschuhe sicher andocken können.

  • sehr schön lackierten und tadellos aufgebauten Gehäuse
  • sehr stimmiges Klangbild mit prächtiger Hörbühne bei unverrückbar stabiler Positionierung aller an der Musik beteiligten Akteure.
  • harmonieren prächtig mit Verstärkern der 400-Euro-Klasse und blühen bei Verwendung höherpreisiger Elektronik nochmals deutlich auf.
  • Der Bass ist straff und präzise
  • mittleren und hohen Tonlagen überzeugt das sehr gute Auf lösungsvermögen der Treiber, die mit viel Energie Musik in den Raum stellen.
  • Klangbild ist ungemein lebendig, ohne angestrengt zu wirken.
  • unsere Empfehlung als universellen Lautsprecher aussprechen.

 im Labor:

  •  überzeugen die Standlautsprecher Davis Acoustics Maya mit sehr guten Werten.
  •  Abstrahlverhalten ist ausgezeichnet, die 0- und 15-Grad-Kurven sind nahezu deckungsgleich.
  •  Sehr linear verläuft das 30-Grad-Diagramm, weswegen wir empfehlen, die Lautsprecher nur leicht auf den Hörplatz einzuwinkeln.
  •  Der schlanke Standlautsprecher glänzt mit einem ausgewogenen Frequenzgang und dem sehr guten Abstrahlverhalten.

Fazit:

hat der Auftritt der Standlautsprecher Maya voll und ganz überzeugt.

sehr gut verarbeitet und gefallen durch ihre lebendige, farbenfrohe Spielweise.

 Kurz & Bündig:

 + lebendiger Klang, sehr preiswert

+ recht hoher Wirkungsgrad

Einstufung: Oberklasse

Preis/Leistung: Hervorragend

 Note 1,2

Eva im Test der Audio

Freundliche 250 Euro, so viel oder besser gesagt wenig berechnet der Händler für ein Pärchen der kaum 30 Zentimeter großen Kompaktbox vom Typ Easy Eva aus dem Hause Davis Acoustics. Junge Technik-Junkies mag der Hinweis kaum aus der Reserve locken, denn aktuell bekäme man für das gleiche Geld auch ein Mittelklasse- Smartphone, was zunächst vielleicht attraktiver erscheint. Doch während letzteres nach spätestens zwei Jahren veraltet oder defekt sein dürfte, hat eine klassische Kompaktbox wie die kleine Französin beste Chancen, auch nach 20 oder mehr Jahren noch ganz wunderbar Musik zu machen. An ihrer strikt analogen, elektronikfreien Technik gibt es wenig, was grundlegend veralten oder erhöhtem Verschleiß unterliegen könnte. Falls der zum Kaufzeitpunkt hippe Verstärker eines Tages nicht mehr gefällt, wird er einfach ersetzt, was keine große Mühe bereitet, weil die nur 3 Kilogramm schwere Box vergleichsweise hochohmig ausgelegt ist und deshalb auch mit Röhren gut zurecht kommt. Der 13 Zentimeter große Kevlar-Konus - im Einsatz bis 3,5 Kilohertz hinauf – und der klassische Gewebehochtöner dürften auch in vielen Jahren noch klingen wie am ersten Tag. Feingetunt wird das Zweiwegesystem von einer klassischen 12-Dezibel-Weiche, die keine wilden Lastschwankungen erzeugt und die den beiden Treibern, wenn überhaupt, nur wenig von ihrer Lebendigkeit raubt. Abartig tiefe und wuchtige Bässe waren naturgemäß nicht das Metier der Französin, die am liebsten wandnah positioniert werden mochte und dann sehr viel größer aufspielte als bei freier Unterbringung. Herrlich vorwärtsgerichtet klang das Ganze, vielleicht ein wenig präsenzfixiert, doch allemal leuchtend, frisch und munter. Wer wenig Platz hat, wandnah stellen mag oder muss, ist mit der knackig-hochauflösenden Davis bestens bedient.

Audio Klangurteil 65 Punkte

Preis/Leistung sehr gut

 " wer wenig Platz hat, wandnah stellen mag oder muss, ist mit der knackig-hochauflösenden Davis bestens bedient.

 + freunlicher, etwas heller KLang, liefert auch leise viele Details, trockener Grundton, präzise Räumlichkeit

 - Bass wenig substanziell

 

Sophia im Tes der Heimkino

Mit dem Sophia 5.1- Set kann Davis eindrucksvoll belegen, dass packender Heimkinosound auch mit extremem kompakten Lautsprechern möglich ist. Die hervorragend verarbeiteten Satelliten überzeugen dank Koax-Bestückung klanglich auf ganzer Linie und sorgen aufgrund ihrer auffälligen Form auch optisch für neue Akzente. Klein, aber oho kann man sagen, denn das für 950 Euro angebotene Sophia Set übertriftt klanglich und optisch die Erwartungen in der Kompaktklasse - Ein echtes Überraschungsei!

Heimkino Testurteil : überragend Note 1.1

Monitor One in Test der Audio

Ein hoher Wirkungsgrad und ein bekömmliches Lastverhalten sind die bekanntesten Insignien röhrentauglicher Lautsprecherboxen. Das Thema bietet Stoff für ausgiebige Diskussionen, denn Schallwandler sind komplexe elektromechanische Gebilde mit unzähligen Stellschrauben. Eine zu starke Fokussierung auf die Senkung des Wattbedarfs kann zum Beispiel die tonale Balance beeinträchtigen. Steigern lässt sich der Wirkungsgrad in erster Linie durch Schallführungen und üppige Membranflächen in Kombination mit kräftigen Antrieben und großvolumigen Gehäusen. Speziell der Tieftonbereich und dort wiederum das unterste Ende des Spektrums sind ein heikles Thema, weil hier die Physik besonders enge Grenzen setzt. Mit zu wenig Membranfläche und schwachen Antrieben ist bei den emotional so wichtigen tiefen Frequenzen jedenfalls kein Blumentopf zu gewinnen. Mit einem Bruttovolumen von gewaltigen 175 Liter ist die Monitor 1 vom französischen Hersteller Davis Acoustics das glatte Gegenteil einer Kompaktbox. Auf der zwangsläufig breiten Schallwand prangt ein semiprofessioneller 12-Zoll-Tiefmitteltöner mit steifer Papiermembran und verlustarmer Gewebesicke. Der Wonneproppen, den die Franzosen selbst herstellen, gewinnt aus einem Watt über 90 Dezibel Schalldruck, ohne die bei Hochwirkungsgradboxen häufige Kargheit im Tiefbass. Ein mächtiges, auf etwa 38 Hertz abgestimmtes Bassreflexrohr unterstützt die Membran im Tiefbass und trägt mit seiner treibernahen Anordnung wesentlich zum guten Wirkungsgrad bei. Bis unter 40 Hertz (siehe Messlabor) ist der Schalldruck "voll da", so dass auch Freunde elektronischer Musik auf ihre Kosten kommen. Der zweite Treiber ist ein breitbandiges Hornsystem, für alle Frequenzen oberhalb 900 Hertz. Seinen ebenfalls hohen Wirkungsgrad verdankt der Strahler einer Druckkammer, die die Bewegungen der Membran sozusagen potenziert, bevor das vorgelagerte groß- flächige Horn das gewünschte Abstrahlverhalten beisteuert. Die für ein Zweiwegesystem ungewöhnlich niedrige Trennfrequenz stellt sicher, dass die gewaltige Konusmembran nur Tonhöhen verarbeitet, die sie ohne übertriebene Schallbündelung abstrahlen kann. Eine wenig bauteileintensive Frequenzweiche vermeidet unnötige Schwankungen im Lastverhalten. Die Impedanz fällt dennoch bis auf 3,4 Ohm bei 130 Hertz, was die meisten Röhren allerdings klaglos wegstecken. Mit dieser Auslegung lässt sich die Davis ungewöhnlich leicht treiben, dennoch reagierte sie vor allem im Bassund Grundtonbereich sehr deutlich auf die Art des angeschlossenen Verstärkers. Straff und mächtig, bei Attacken absolut souverän, ging es mit watt- und gegenkopplungstarken Transistortypen voran, deutlich sanfter und wärmer, wenngleich nicht ganz so präzise, sobald Röhren ins Spiel kamen. Selbige aber hatten bei Feindynamik und vor allem tonal eindeutig die Nase vorn. Während die Französin an den straffen Zügeln von Mainstream-Amps zwar enorm spritzig agierte, im Stimmbereich auch etwas kühl daherkam, wich diese Nüchternheit an Röhren einer feinnervigen Wärme und Anteilnahme. Obwohl die Niederohmigkeit manchen Single-Ended-Trioden nicht schmecken wird, kam die Monitor 1 mit der nur rund 7 Watt starken Simply Two von Unison erstaunlich gut zurecht. Dank der hohen Wattausbeute blieb der Klang auch bei kernigen Pegelspitzen souverän. Was da an Temperament und Klangfarben zum Vorschein kam, ist für Audiophile der Himmel auf Erden.

 

Audio Klangurteil 95 Punkte

Preis/Leistung SEHR GUT

AUDIO Klangurteil  79 Punkte

Preis/Leistung Überragend

Positiv : Nie härtlicher oder scharfer sondern angenehm höhen- und detailfreudig, anspringender Klang. Griffiger Bass.

Negative : -

AUDIO Empfehlung Röhrentauglich

Verarbeitung : sehr gut

Matisse in der HiFi-Test 05-2013

Standlautsprecher Davis Matisse HD

 - Testmuster ist in exzellenter Qualität hochglanzschwarz lackiert

- Bi-Wiring-Anschlussfeld mit äußert massiven Schraubklemmen

- Erstaunlicherweise…. eine untere Grenzfrequenz von 40 Hertz

- Schon ab rund 40 Hertz setzt der Frequenzgang der Matisse HD ein

- ein unauffälliger, dafür aber grundehrlicher und sehr musikalischer Lautsprecher

- ...hat Drive und Spielfreude, übertreibt aber nicht durch aufgedickten Tiefton oder überzogene Brillanz

- ..langzeittauglich und äußerst angenehm, unangestrengt und offen

- ..fein und sauber aufgefächerte Klangfarben

- ..ein echter Allrounder für anspruchsvolle Musikliebhaber

Spitzenklasse

Preis/Leistung sehr gut

Note 1,2

 

 

Davis Dufy und Basson im Test in der LP 1-2015

Unterm Strich

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Zu einem absoluten Kampfpreis bietet Davis mit der Dufy HD einen sauber durchentwickelten  mit hochwertigen Komponenten ausgestatteten Lautsprecher, der sich gerade in kleineren Hörräumen extrem gut schlägt - mehr Qualität kostet in jedem Fall erheblich mehr Geld.

Hfi Statement - MV One

 
Sie möchten gerne, dass Musikhören wieder richtig Spaß macht? Ohne sich über Kabelstützen, Raumanimatoren oder Ähnliches ernsthafte Gedanken machen zu müssen? Dann hätte ich etwas für Sie!
Elegante Erscheinung, die MVOne! Die perfekte Verarbeitung trägt ein Übriges dazu bei
Auch auf die Gefahr hin, als Frankophiler abgestempelt zu werden, möchte ich trotzdem noch einmal ein hochinteressantes Produkt aus unserem Nachbarland Frankreich vorstellen. Es geht hier um einen Vollbereichswandler aus dem Hause Davis. Neugierig, wie ich bin, habe ich das Ding einfach einmal hingestellt und eine CD aufgelegt. 50 Zentimeter von der Rückwand entfernt, ohne größeren Aufstellungs-Heckmeck, einfach mal sehen, was passiert. Taj Mahal machte den Anfang mit „Señor Blues“, einem Stück von Horace Silver aus der gleichnamigen CD. Eine Art Uptown Blues unterstützt mit lateinamerikanischer Rhythmik. An Stelle von Junior Cook und Blue Mitchell haben wir jetzt die Stimme von Taj Mahal; jedenfalls einmal etwas Neues! Und ich wurde nicht enttäuscht, die MVOne legt sofort mit unglaublicher Spielfreude los. Irgendwelche tonalen Schwächen waren aufs erste auch nicht auszumachen. Auch der typische Sound von Taj Mahals Dobro – einer Resonatorgitarre mit der typischen „Radkappe“ über dem Schallloch – kommt sehr authentisch rüber. Wenn das kein guter Anfang ist, dazu aber gleich mehr.
In der DIY Szene ist Davis als Chassishersteller seit 1966 ein Begriff durch sein vielfältiges Angebot an hochwertigen Modellen unterschiedlichster Konstruktion. Als Lautsprecherhersteller ist er in Deutschland eher weniger in Erscheinung getreten, was in Anbetracht der Qualität der Chassis eigentlich verwunderlich ist. Mit der MVOne soll sich dies nun ändern. Der Prototyp der MVOne war erstmalig auf der HighEnd 2012 zu hören und konnte dort bereits eine überzeugende Vorstellung bieten. Allerdings wollte die Firma den Prototypen nicht für einen Test herausrücken, so dass wir uns ein Jahr bis zum fertigen Modell gedulden mussten. Die Bezeichnung MV bezieht sich auf die Initialen des Firmengründers Michel Visan.
Er gehört – vielleicht mit Jacques Mahul zusammen – zu den Grands Seigneurs der französischen Lautsprecher-Szene. Visan ist im Juni diesen Jahres verstorben, so dass zukünftig sein Sohn Olivier die Geschicke der Firma weiter führen wird. Die Entwicklung des Gehäuses für die MVOne hatte Michel bereits zu Lebzeiten an seinen Sohn abgegeben.
Vor dem Transport in meine Wohnung protestiert beim Anblick der MVOne schon gleich einmal prophylaktisch mein Kreuz; man ist ja schließlich keine 20 mehr. 28 Kilogramm bringt ein Lautsprecher auf die Waage, so schwer ist er also gar nicht. Zum Glück hat sich unser Fotograf bereit erklärt, mir bei dieser Arbeit unter die Arme zu greifen. Oder besser gesagt, dem Lautsprecher. Diesen gibt es  momentan in zwei verschiedenen Ausführungen: in schwarzem Klavierlack, oder Rosenholz lackiert. Die Oberfläche der Klavierlack Ausführung ist perfekt – besser geht es nicht! Hier kann man sogar überprüfen, ob die morgendliche Rasur in Ordnung ist. Zur Aufstellung werden Spikes mitgeliefert, die ich zunächst nicht benutzt habe, die Basswiedergabe hatte eine gute Mischung aus Volumen und Dynamik, so dass keine Wünsche offen blieben. Durch Anbringen der Spikes kann man Bass und Grundton etwas straffen, der Bass verliert allerdings etwas an Volumen. Muss jeder für sich selbst entscheiden.
Die MVOne ist als Breitbandsystem konzipiert, enthält also nur ein Chassis, welches den gesamten Übertragungsbereich abdecken muss. Der Vorteil hierbei ist, dass keine Frequenzweiche benötigt wird, das Chassis hängt direkt an den Ausgangsklemmen des Verstärkers. Ok ok, ein Kabel brauchen wir auch noch!
Lautsprecher mit Breitbandchassis im 20-Zentimeter-Format haben schon seit Generationen für zufriedene Hörer gesorgt, irgendwie scheint mit dieser Größe eine ausgewogene Wiedergabe möglich zu sein. Das Problem bei Breitbandchassis mit hohem Wirkungsgrad ist oft, dass der Frequenzgang in den oberen Mitten ansteigt und dies mit einer entsprechenden Entzerrung wieder kompensiert werden muss. Nicht so beim 20DE8, hier wurde dieser Effekt durch die ausgeklügelte Konstruktion vermieden. Ähnliches konnten übrigens auch die Chassis von Salabert, schon wieder ein Franzose. Ich weiß, den Ruf des Frankophilen habe ich jetzt weg!
In die Entwicklung des Breitbänders 20DE8 hat Michel Visan seine gesamte 45-jährige Erfahrung einfließen lassen. Damit sollte das ultimative Chassis gebaut werden, einfach einmal schauen, was alles geht! Und nicht ständig auf die Kosten gucken.
Jedenfalls weist der 20DE8 die eine oder andere Besonderheit auf, die ich sonst noch nirgendwo gesehen habe. So ist beispielsweise die mit Graphitfasern verstärkte Papiermembran radial geschlitzt. Die Schlitze sind allerdings sehr schmal, durchgucken kann man da nicht! Durch diese Maßnahme wird die Membranstruktur unterbrochen und man verspricht sich dadurch eine Unterdrückung der Membranresonanzen. Die Frage ist, inwieweit sich hiermit eine Undichtigkeit des Gehäuses ergibt. Für die Basswiedergabe sollte dies allerdings keine große Rolle spielen. Auf der Vorderseite ist die Membran mit Graphit beschichtet, rückseitig mit einer viskösen Masse. Keine Chance den Resonanzen!
Ein Riesenantrieb für eine 20er Membran! Die Öffnungen unterhalb des Spiders dienen zur Hinterlüftung, beziehungsweise dem Druckausgleich. In dieser Konstruktion steckt die ganze Erfahrung im Chassisbau von Michel Visan. 5,7 Kilogramm bringt der Antrieb auf die Waage und sorgt für eine Feldstärke von 1,25 Tesla

 

Die Membranaufhängung besteht aus einer Schaumstoffsicke. Diese hat wesentlich weniger bewegte Masse und damit weniger mechanische Verluste. Das ist klanglich gesehen sicher die optimale Variante, allerdings muss man damit rechnen, dass die Membran nach etlichen Jahren einmal ausgetauscht werden muss. Dafür kann man mit einer sehr feinen Detailauflösung rechnen. Einen Schwirrkonus, wie man ihn manchmal zur „Verbesserung“ der Hochtonwiedergabe bei Breitbändern sieht, gibt es hier zum Glück nicht. Beim 20DE8 ist die Staubschutzkappe über der Schwingspule aus Aluminium und soll somit zu einer ausgedehnteren Hochtonwiedergabe führen. Wir werden sehen.


Als Magnetmaterial wird AlNiCo 6 verwendet, wie es bis in die 50-er früher üblich war, bis dann wegen des Kostendrucks auf billigere Materialien wie Ferrit gewechselt wurde. Der Magnet bringt 5,7 Kilogramm auf die Waage! Dazu eine Schwingspule mit 54 Millimetern Durchmesser, was für einen 20-er Breitbänder schon ungewöhnlich groß ist. Um Gewicht zu sparen, ist diese einlagig mit Aluminium Flachdraht gewickelt. Zudem ist die Schwingspule hinterlüftet. Als Membranmasse werden 9,5 Gramm angegeben, was mir in Anbetracht einer 54-Millimeter-Schwingspule bei einem 20-er Chassis mit bedämpfter Membran schon sehr wenig vorkommt. Nun ja, ich kann es nicht nachmessen. Die Chassis werden sämtlich in Troyes, Frankreich per Hand gefertigt.

Als Kennschalldruck gibt der Hersteller 94 Dezibel pro Watt und Meter an, durch die hohe Empfindlichkeit könnte die MVOne für Röhrenverstärker ab 5 Watt und Transistorverstärker ab 25 Watt geeignet sein. Ob eine 300B damit klar kommt, müsste man probieren; ein derartiger Verstärker stand mir nicht zur Verfügung. Allerdings hat die Shindo Cortese mit ihren 10 Watt Ausgangsleistung hervorragend mit der MVOne harmoniert. 
Das Chassis vereint also einige Forderungen an den „idealen“ Lautsprecher, zumindest aus „Röhrensicht“: Es arbeitet ohne Frequenzweiche, die ihrerseits wieder zu Fehlern neigt. Es besitzt einen hohen Wirkungsgrad und ist leicht anzutreiben, benötigt also keine riesigen Dämpfungsfaktoren. Das Gehäuse ist als Bassreflexkonstruktion ausgelegt, die Reflexöffnung ist unten am Gehäuse als breiter Schlitz zu sehen. Die Lage der Reflexöffnung im Gehäuse ist für die Basswiedergabe ja nicht ganz unerheblich; hier hat man sich für die Position möglichst weit entfernt vom Chassis entschieden.
So, nach dem gelungenen Start mit Taj Mahal wollen wir aber doch einmal sehen, ob der Lautsprecher auch mit komplexerer Musik klarkommt. Als erstes kommt Dmitri Shostakovich, das Märchen vom Popen und seinem Knecht Balda ins Laufwerk. Shostakovich zählt zu den bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er schrieb zwar Hymnen für Josef Stalin, blieb aber auf Distanz zum Stalinistischen System. Die vorliegende Musik basiert auf einem Märchen von Alexander Pushkin. Auf Grund einer Kritik seiner Musik in der Pravda wurde das Märchen zu Lebzeiten von Shostakovich nie veröffentlicht und auch erst später von einem seiner Studenten fertig gestellt. Die vorliegende Aufnahme mit Dmitrij Kitajenko und dem MDR Sinfonieorchester ist interpretatorisch, aber vor allem aufnahmetechnisch hervorragend gelungen. Die Musik besteht aus einem Wechsel von kleiner Orchestrierung, gefolgt von forte-Passagen mit dem ganzen Orchester. Das Ganze erinnert ein bisschen an Peter und der Wolf von Sergej Prokofjew.

Die kleinen Gruppen werden wunderbar plastisch und sehr transparent dargestellt, auch die Pikkoloflöte mit ihrem Obertonspektrum bis über 10 Kilohertz macht dem Breitbänder keine großen Probleme. Das hat mich jetzt schon überrascht. Natürlich kann ein guter Hochtöner den oberen Frequenzbereich noch präziser abbilden, aber mit der MVOne fehlt einem nichts Entscheidendes. Die Passagen mit großem Orchester werden eher kompakt abgebildet, das Orchester zerfällt nicht in einzelne Instrumente. Man kann also nicht die einzelnen Musiker abzählen, sofern dies irgendjemand vorhaben sollte. Daneben ist grobdynamisch bei dieser Aufnahme einiges geboten, was der Lautsprecher auch entsprechend realistisch wiedergeben kann.
Als nächstes probieren wir einmal eine Gesangsstimme, Jane Monheit mit dem Album taking a chance on love. Gleich das erste Stück: „honey suckle rose“. Das Kontrabassintro kommt schon einmal sehr glaubwürdig rüber. Der Bass ist hier sehr farbig und auch sehr direkt aufgenommen, was die MVOne auch mit allen Nuancen wiedergibt. Wir erinnern uns, der tiefste Ton beim viersaitigen Kontrabass ist 41 Hertz, in diesem Bereich wird sehr viel Luft bewegt, kleine Chassis können da schon einmal in Schwierigkeiten kommen. Mit klein meine ich auch ein 20-er Chassis. Kein Problem aber für die MVOne. Töne unterhalb dieser Frequenz können sowieso nur von sehr wenigen Instrumenten wiedergegeben werden, wie beispielsweise einem Kontrafagott oder einer großen Orgel. Und natürlich auch nur dann, wenn sie innerhalb der Komposition vorkommen. Ähm, was wollte ich eigentlich, ach ja, die Stimme von Jane Monheit. Wenn alles perfekt stimmt, steht bei dieser Aufnahme die gute Jane direkt vor einem im Wohnzimmer. Diese Illusion klappt mit der MVOne ganz hervorragend, zudem kommt hier die ganz große Stärke des Lautsprechers zum Tragen: die natürliche und homogene Mittenwiedergabe. Trotzdem wird hier nichts geschönt, die teilweise etwas vorlauten Sibilanten bleiben uns auch mit der MVOne erhalten.
Sodele, jetzt wollen wir doch einmal sehen, ob wir die MVOne auch ein bisschen ärgern können. St. Germain Tourist ist eine CD, die vor einigen Jahren in München bei jedem „In“-Friseur gelaufen ist. Das soll keine Bewertung sein, die Musik ist sehr gut gemacht. Dieses Album des französischen Künstlers Ludovic Navarre könnte man vielleicht als Mischung aus House und NU Jazz bezeichnen. Neben den elektronischen Arrangements von Navarre sind auch noch Musiker mit akustischen Instrumenten von der Partie. „Rose Rouge“ ist der erste Titel, bei dem es gleich zur Sache geht. Hier lässt die MVOne gleich einmal nichts anbrennen, in Verlegenheit bringen kann man sie mit den Keyboard-Bässen nicht. Leicht kann man auch hören, dass der treibende Rhythmus am Anfang aus dem Computer stammt und lediglich von dem Percussionisten etwas aufgebretzelt wird. Die gestopfte Trompete von Pascal Ohse erinnert sehr stark an den warmen Sound von Miles Davis. Ohse benutzt den gleichen Harmon Dämpfer wie Miles, mit dem dieser typische Mickey Mouse Sound möglich ist. Die Musik lebt sehr stark von den dynamischen Fähigkeiten der Musikanlage und hier kann die MVOne deutliche Akzente setzen.
Am Ende einer langen HiFi Entdeckungsreise landet jeder entweder bei einem Breitbänder oder einem Hornsystem. Sagt man. Common Wisdom, oder wie der Kerl heißt. Die Auflösung der MVOne kommt im Hochtonbereich nicht an meine Feldspulentreiber von Wolf von Langa heran. Das will die MVOne auch gar nicht. Ihre Stärken liegen eindeutig – welche Überraschung – in der Homogenität der Wiedergabe. Diese lässt sich bei einem Mehrwegesystem allenfalls mit einem Koaxialtreiber erreichen.
Wenn ich einen Aspekt der Wiedergabe neben der Homogenität hervorheben wollte, dann wäre es „Lebendigkeit“. Die MVOne ist auf Grund ihres dynamischen Antritts immer hellwach und lässt die Musik nicht irgendwie teilnahmslos dahinplätschern. Der Lautsprecher fordert immer eine Art aktive Teilnahme an der Musik, nebenher Zeitung lesen geht nicht. Zudem ist er hervorragend ausbalanciert, funktioniert also sowohl bei Jimi Hendrix Fans als auch bei Klassikhörern.
Typische Einschränkungen bei Breitbandsystemen sind immer die Frequenzenden. Wobei die Basswiedergabe in meinem 130 Kubikmeter großen Raum druckvoll und konturiert ist, aber nicht unendlich tief in den Basskeller hinab geht. Was auch bei einem 20-er Chassis mit hohem Wirkungsgrad die Grenzen der Physik sprengen würde. Für einen ausgedehnten Hochtonbereich muss der Lautsprecher natürlich auf den Hörer angewinkelt und die Abdeckung abgenommen werden. Wegen der großen Abstrahlfläche neigen Breitbänder prinzipiell dazu, den Hochtonbereich zu bündeln. Auch ist der Schalldruck im obersten Hochtonbereich leicht vermindert. Wenn also jemand heraushören will, ob das Zildjian Ridebecken am Schlagzeug handgehämmert ist oder nicht, muss er sich vielleicht woanders umsehen.
Die Musik kommt aus den Mitten, oder wie Paul Klipsch einmal gesagt hat: „the midrange is where we live“. Dieser alte Spruch bewahrheitet sich mit der MVOne wieder sehr deutlich. Und dies ist ein Bereich, den die MVOne überdurchschnittlich gut wiedergeben kann. Die Wiedergebe hängt zudem sehr stark von der Qualität der vorgeschalteten Elektronik ab. Ich hatte den Lautsprecher mit verschiedener Elektronik probiert, deren unterschiedliche Charaktere mit der MVOne sehr deutlich gezeigt wurden.
Mit den beigefügten Spikes lässt sich die Basswiedergabe zusätzlich straffen, dies war bei meiner Aufstellung allerdings nicht erforderlich. Wie bei den meisten Lautsprechern sollte man jedoch eine Position in den Raumecken vermeiden


Die räumliche Abbildung hängt natürlich sehr stark von der Aufstellung ab. Wenn der Lautsprecher – so wie bei mir – weniger als einen Meter von der Rückwand entfernt steht, ist die Abbildung mehr breit als tief. Aber es ist schon verblüffend, wenn ein Musiker fast greifbar außerhalb der Lautsprecherbasis erscheint. „Mit den Händen zu greifen“ hätten unsere Juristen gesagt. Für mich ist immer interessant, ob sich eine Komponente beim Langzeithören bewährt. Manche Effekte wirken anfangs vielleicht interessant, gehen einem aber nach einer Weile auf den Keks. Und hier hatte ich wegen der Aluminiumkalotte an dem Chassis zunächst Bedenken, die aber unbegründet waren. Mit geeigneter Elektronik kann man mit dem Lautsprecher stundenlang Musik hören. Zudem ist die Verarbeitung des Lautsprechers hervorragend und mit der perfekten Klavierlack-Optik könnte sich wohl auch so manche bessere Hälfte anfreunden.
An was erinnert mich die Optik des Lautsprechers nur die ganze Zeit? Genau! Stanley Kubrick’s 2001: A Space Odyssey. Der Monolith aus dem Film! Deshalb ganz schnell noch das Intro von Also sprach Zarathustra von Richard Strauss aufgelegt. Viel weiter sind die meisten Hörer bei dieser Musik eh’ nicht gekommen. Diesmal nicht die Filmmusik mit Karl Böhm und den Berlinern, sondern Fritz Reiner und das Chicago Symphony Orchestra. Die Tondichtung beginnt damit, dass Zarathustra vor die aufgehende Sonne tritt und zu den Menschen hinabsteigt. Einen einprägsameren Sonnenaufgang in der Musikgeschichte kenne ich nicht. Das Tremolo der tiefen Streicher bietet die ideale Grundlage für das Naturschauspiel in dem sich die Sonne ankündigt. Angetrieben von Paukenschlägen wird der strahlende C-Dur Höhepunkt erreicht, am Schluss unterstützt von der Orgel, die der Musik noch einen religiösen touch beimischt. Um das Ganze – frei nach Nietzsche – philisterhaft zu betrachten, was macht die MVOne mit dieser Musik? Nun, bei diesem Riesenspektakel kommt die Intention des Komponisten sehr gut rüber, hier könnte man sich natürlich etwas mehr Volumen wünschen. Aber wir wollen auch einmal die Kirche im Dorf lassen, was das 20-er Chassis hier bieten kann, ist schon erstaunlich. Außerdem sollte dies in einem kleineren Raum genau die richtige Größe sein.

STATEMENT
Ungewöhnlich lebendig und natürlich aufspielender Allrounder, der in meiner Anlage eine beeindruckende Vorstellung ablieferte.
Wenn man diese Homogenität der Wiedergabe einmal im Ohr hat, ist es schwer, wieder davon wegzukommen.
Unbedingt anhören, vielleicht ist die Suche damit beendet.




Hifi‐Stars Lautsprecher Davis Dufy HD/Basson 150

Besuch aus Troyes – Les trois beaux Francais
Troyes – eine gut 60.000 Einwohner zählende französische Stadt, um die 100 km leicht südöstlich von Paris direkt an der Seine gelegen, sollte einem – wenn überhaupt– nicht nur daher bekannt sein, daß der dort angebaute Weißwein zu edlem Champagner verkeltert wird. Nein, ein kleines grünes Krokodil, fein säuberlich auf nicht gerade zu Preisschnäppchen gehörenden Polohemden aufgestickt,die auch sehr gerne mal zum Golfspielen übergeworfen werden, ist schon eher das Markenzeichen, das „Mann“ kennt und welches sehr stark das Beschäftigungsprofil von Troyes prägt. Gut eintausend Menschen sorgen in dieser Stadt dafür, daß die „Lacoste“-Textilien in der ganzen Welt wohlbekannt und hoch geschätzt sind – „Devanlay S.A.“ ist eine der allerletzten Textilfirmen, die wirklich noch in Frankreich produzieren und die noch nicht den Weg in die indische Kinderhand-Produktion gehen mußten. Und aus eben dieser mittelgroßen französischen Stadt Troyes stammen auch die drei Geschwister, die seit einiger Zeit mein Wohnzimmer in Beschlag nehmen und die auf den Familiennamen „Davis“ hören. Ihres Zeichens auf gut Deutsch „Lautsprecher“ betitelt – oder auch „haut-parleurs“, wie der Franzose sagen würde. Eine klassische Kombination: Zwei relativ kleine Satelliten und ein relativ großer aktiver Subwoofer, allesamt in edler Hochglanzausführung „Piano Black“. Die Vornamen lauten „Dufy HD“ für die beiden Zwillinge und „Basson 150“ für den auf vier verdächtig hohen
Füßen stehenden Bruder des Tiefgangs.

Klar und hochwertig
Die „Dufy HD“ haben eine Höhe von 31 und eine Tiefe von 25 cm. Die Schallwand mißt gute 15 und die Rückwand schmale 11 cm. Da die Seitenwände halb rund verlaufen, liegt die Gesamtbreite bei knapp 20 cm in der Mitte der Gehäusetiefe. Diese stark abgerundete Gesamtform in Verbindung mit ebenfalls leicht abgerundeten Ecken- und Kantenverläufen verleiht den Lautsprechern ein sehr edles Äußeres, was durch die per Magnetkraft fixierten Frontbespannungen noch dezent unterstrichen wird. Die Verarbeitung ist hervorragend – in dieser Preisklasse nicht immer selbstverständlich
– und zieht sich konsequent bis zum kleinsten Detail hin durch. Die Rückseite beginnt oben mit einer gut drei Zentimeter großen Bassreflexöffnung, darunter schließt sich ein edles Messingschild mit den technischen Informationen an und nach unten wird sie durch ein mit vier Schrauben befestigtes und bündig eingefrästes Bi-Wiring- Terminal begrenzt. Die vier vergoldeten Anschlußklemmen liegen angenehm weit auseinander, was jeden freut, der sich schon einmal an viel zu eng sitzenden Klemmen die Finger gequetscht hat. Was finden wir auf der Front? Eine auf den ersten Blick nicht wirklich spannende Kombination aus einer 25-mm-Seidenkalotte und einem auffällig gelben 130-mm-Tief-/Mitteltöner aus Kevlar, der den kohlrabenschwarzen Zwillingen zwingend seinen optischen Stempel aufsetzt. Nun aber vorerst Schluß mit Theorie und trockener Beschreibung – schnell auf die immer wieder gerne verwendeten, massiven Brinkmann „Veto“-Stands gestellt und erst einmal ohne Unterstützung des aktiven Bruders mit dem Vollverstärker TEAC A-H 01 und dem dazu gehörenden CD-Player PD-H 01 verbunden, den ersten Solo-Tönen gelauscht. Traditionell darf hier der Klassiker „Jazz at the Pawnshop“ die musikalische Richtung vorgeben – eine der wenigen Aufnahmen, die sich sowohl zum konzentrierten Zuhören als auch zum „Nebenher-Laufen-Lassen“ eignen. ErsterEindruck: Sehr offen und präsent mit einem guten Fluß
in der Musik. Nur weiter so! Und auch die Zwangsehe mit der CD-Verstärker-Kombination von TEAC scheint schon auf dem ersten Ton durchaus längerfristige Zukunftsaussichten zu haben: Zum einen passen die Geräte von der Preisklasse hervorragend zu den Lautsprechern und zum anderen weiß ich deren Klangcharakteristik mittlerweile sehr gut einzuschätzen, bilden sie doch schon seit einiger Zeit das Herz meiner TV-Zweitanlage. Aber lassen wir Arne Domnerus und seine Mitstreiter jetzt erst einmal in Ruhe weitermusizieren und widmen wir uns dem „Bad Boy“ der Familie. Wie eingangs schon erwähnt, steht dieser auf vier gut 5 cm hohen, netterweise keine schwarzen Abdrücke auf dem Parkettfußboden hinterlassenden Stelzen und das auch beileibe nicht ohne Grund: Das nach vorne lugende und durch eine nahezu dreieinhalb Zentimeter breite und extrem harte (Voll-) Gummisicke in seine Bahnen gewiesene 27-cm-Baßchassis mit äußerst verwindungssteifer Magnesiummembran findet seine erleichternde Druckentlastung in einer auf den Fußboden abstrahlenden, etwa zehn Zentimeter im Durchmesser umfassenden Baßreflexöffnung. Wäre die nicht vorhanden, würde man bei hohen Pegeln vermuten können, das Langhubchassis halte womöglich dem entstehenden Über- und Unterdruck in einem geschlossenen Gehäuse nicht stand und zerbreche schlicht und einfach – alles schon mal
erlebt, kein Anglerlatein! Apropos: Bei der Gelegenheit fällt mir der geschichtsträchtige Aktiv-Subwoofer „Signature“
von Bob Carver ein, der noch im alten Jahrtausend sogar deutlich mehr Chassishub in einem maximal die Hälfte großen und dazu auch noch geschlossenen Gehäuse zuließ – allerdings sollen sich der Legende nach einige Unverdrossene bei dem Versuch, die Sicke einzudrücken, durchaus auch schon mal die Fingerkuppen gebrochen haben ... aber das ist wohl eine ganz andere Geschichte und wird begleitet von Schenkelklopfern der ganz besonderen Art. Doch nun zurück zum „Basson 150“ und dessen schlichter Beschreibung: 30 cm breit, 45 cm tief (plus ein bisserl für die Anschlußklemmen und Poti-Knöpfe) und 45 cm (über alles) hoch, ebenso perfekt verarbeitet wiedie beiden Zwillinge, genauso „Piano Black“ mit sanft abgerundeten Ecken und Kanten – einziger Unterschied:
Hier gibt es keine halbrunden Seitenwände, hier gehorcht alles dem strengen 90-Grad-Winkel. Eine praktische Frontbespannung gehört genau wie bei den Zwillingen zum Lieferumfang, die allerdings mit Hilfe von vier Kunststoff-Pins direkt im Gehäuse verankert wird. Da hat der findig vorausschauende Entwickler – wohl wissend, wieviel mechanische Energie in einem aktiven Subwoofer verarbeitet werden muß – einer reinenMagnetkrafthalterung sein Vertrauen verweigert. Recht so!
Kommen wir zur Rückseite, wo eine 18 cm breite und knapp 23 cm hohe, bündig versenkte und mit acht Schrauben felsenfest integrierte Metallplatte den Platz für Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten bietet. Hier finden sich unten links der Kaltgeräte-Netzanschluß (zweipolig, ohne Erdung) mit Ein-/Ausschalter und darüber die beiden Potis für Lautstärke und Einsatzfrequenz (stufenlos zwischen 50 und 150 Hertz). Die senkrechte Reihe in der Mitte bietet von oben gesehen zuerst NF-Anschlüsse per Cinch-Buchsen für einen Stereo- Eingang zur Verwendung mit Vorstufen, die zwei Paar Ausgänge besitzen und darunter eine Cinch-Buchse (LFE), die ein von manchen Verstärkern herausgegebenes Baß-Summen-Signal weiterverarbeitet. Genau diese wähle ich als Kontaktstelle mit dem Teac-Amp. Darunter befinden sich zwei Schiebeschalter: Der eine wird „Auto on/ off“ betitelt und läßt den Baß-Amp bei Stellung „on“ in stromsparenden Standby-Modus treten, wenn eine gewisse Zeit kein Signal angelegen hat. Sehr zackig weckt er ihn aber auch wieder aus seinem Tiefschlaf, wenn es weitergehen soll. Der andere Schalter bewirkt eine Phasendrehung des abgestrahlten Signals um 180 Grad. Das ist sehr löblich und gerade dann ein ums andere Mal – subsonisch gesehen – lebensrettend, wenn es aus Gründen der Wohnraumästhetik nur einen vorgeschriebenen Platz gibt und nicht mit zentimeterweisem Verschieben eine Näherung an den optimalen Standort gefunden werden kann. Bei mir bleibt dieser Schalter aus, denn ich habe genügend Platz, muß danach keine schwarzen Streifen beklagen und kann argumentativ gegenüber der strengen Regierung plausibel darstellen, daß dieses eine notwendige „Sonderlösung“ bedeutet, die allerhöchstens ein paar lächerlich kurze Wochen Bestand hat. Abschließend finden sich auf der rechten Seite noch zwei mal vier Lautsprecheranschlüsse für Ein- und Ausgang. Diese muten zwar etwas anachronistisch an, sind allerdings für die Verwendung mit einem Vollverstärker, der lediglich Ausgänge für ein Paar Lautsprecher hat, unumgänglich. Raumfüllender Tiefgang .Alles ist verkabelt – nun mal schnell den Riemen auf die Orgel! Da die Satelliten ohne „Keller-Töne“ schon zeigen konnten, daß sie ein für ihre geringe Größe beachtliches Baßfundament besitzen, stelle ich den Frequenzregler
auf 50 Hertz, lasse den „Pawnshop“ weiterlaufen und taste mich behutsam mit dem Pegelregler an den Punkt heran, bis ein gezupfter Kontrabaß in realistisch wirkender Größe vor mir steht. Bei der Stellung irgendwo zwischen einem Viertel und
einem Drittel des Gesamteinstellweges ist dies in meinem Raum der Fall. Ein langsames Aufdrehen zu höheren Einsatzfrequenzen führt dazu,daß Raummoden angeregt werden und es insgesamt etwas „mumpfig“ klingt. Mit der Reduzierung der Lautstärke könnte man nun diesem Trend entgegenwirken – ich entscheide mich allerdings lieber für mehr Pegel im Tiefbaßbereich, sodaß der Regler irgendwo zwischen 60 und 70 Hertz seine Einstellung zeigt. Viel Zurechtgerücke ist auch nicht nötig– der für meinen Raum richtige Platz befindet sich zwischen den Satelliten, allerdingsnicht mittig, sondern ein Drittel zu zwei Drittel näher an dem rechten Lautspecher positioniert und seitlich betrachtet alle drei Fronten in einer Flucht. Ein Titel, mit dem ich sehr gerne eine Hörsession beginne, ist „Fever“ von der grandiosen „Elvis is back“ und es gibt genau drei handfeste Gründe dafür: Der Klang dieser Aufnahme aus April 1960 ist herausragend gut und trotz überschaubarer Instrumentierung extrem breitbandig, es gibt viele kleinste Details zu hören (oder auch nicht) und die Über-Alles-Qualität der Software läßt schwächelnde Komponenten sich nicht sofort als solche offenbaren. Was ich hier höre, ist ob die korrekte Phasenlage des Hoch-Mittelton-Bereichs die Instrumente auf seinem Platz festnagelt oder ob sie aufgrund der Ungenauigkeit ihre Positionen verändern – ebenso wie der Fakt, daß diese Ansammlung von Blasinstrumenten sich auch schon mal extrem nervig in die Gehörgänge einschneiden kann ... nö, nix, ein leichter Hang zur Mittenpräsenz vielleicht, aber ansonsten alles stabil und aufgeräumt – keine besonderen
Vorkommnisse... So weit, so gut, dann jetzt vielleicht mal ein wenig Stoff von der härteren Sorte – auch wenn sich dies von Interpret und Titel gar nicht unbedingt ableiten läßt:
Reinhard Meys Song „Das Narrenschiff“ vom 98er Album „Flaschenpost“: Fängt völlig harmlos mit ein paar Streichern, Flöte, Gitarre, Banjo und kleiner Trommel an. Nach und nach gesellen sich immer mehr Instrumente dazu, um Reinhard Meys wortreichen Sprechgesang gebührend zu begleiten und sich in diesen knapp sieben Minuten immer weiter in Lautstärke und Dynamik zu steigern. Die Trommeln wirbeln, ein ganzer Männerchor unterstützt den Sänger beim Refrain, Tiefbaß kommt hinzu und alles steigert sich ins Unermeßliche, um dann mit einem Kanonenschuß zu enden. In diesem Song werden zwei Disziplinen besonders allerdings alles andere als schwach: Tiefer und konturierter Baß, plastisches Fingerschnippen, schön dunkel timbrierte Stimme, saubere Sibilanten, insgesamt sehr offen, locker und dynamisch. Die sich zeigende Bühne geht in der Breite nicht über die Lautsprecher hinaus, stellt sich in der Tiefe allerdings schön gestaffelt dar. Kleinste Details, wie beispielsweise das leise „Klickern“ von Elvis‘ Armband in der Nähe des Mikrophons, sind nur zu erahnen. Okay – das haben mir beileibe auch teurere Lautsprecher schon vollends vorenthalten. Gut positionierte Instrumente Als nächstes fällt mir eine CD in die Hände, die ich nun schon wahrlich lange Zeit nicht mehr gehört habe:
John Lurie‘s Soundtrack zu „Down by law“, der märchenhaften Schwarz-Weiß-Komödie von Jim Jarmusch aus dem Jahr 1988 mit den neben Roberto Begnini ebenso grandios spielenden John Lurie und Tom Waits, die sich auch für die Musik zum Film verantwortlich zeigten. Ich wähle den Track No. 2 „Strangers in the Day“, der mit dezent gezupftem Slowblues-Standbaß, klagendem Saxophon, gestopfter Trompete und gequälter Posaune in den nur ziemlich genau zwei Minuten
einem Lautsprecher einiges abverlangt. Diese über weite Frequenzbereiche gezogenen Töne zeigen klar,
gefordert: Sprachverständlichkeit und symphonische Dichte. Die erste Anforderung gelingt den Lautsprechern gut, mit vielleicht einer minimalen Überbetonung der Sibilanten, in der zweiten Kategorie wird die extreme Ansammlung von Instrumenten und Stimmen bei zunehmender Lautstärke ihnen doch etwas zu viel. Da mußte ich den Pegelregler in der letzten Minute schon etwas senken, damit der Überblick nicht zu sehr verlorenging. Es darf rockig sein Kommen wir zu „geringfügig“ anderer Musik: Kruder& Dorfmeister „The K&D Sessions“. Mit dieser Doppel-CD haben die beiden österreichischen DJs 1998 ein Trip-Hop-Album der Extraklasse abgeliefert, was sicherlich damals deutlich seiner Zeit voraus war und mit denen sie ihre Mix-Künste in Dub, Drum&Bass und HipHop eindrucksvoll unter Beweis stellten. Der Song „Useless“ von Depeche Mode stellt hohe Anforderungen an Auflösung und Baßqualität und gefällt mir in diesem neuen Mix-Gewand – sorry to say – um Längen besser als das Original: Atmosphärische Stimme,ein treibender Beat, flirrende Percussions, kraftvolle Keyboard-Sprenkel und ein tendenziell eher weichwabernder Baß, dessen einzelne und sehr nah beieinanderliegenden Töne dennoch klar definiert wiedergegeben werden müssen. Was soll ich sagen? Total Klasse! Selbst bei wirklich hoher Lautstärke – die mir bei dieser Art von Musik auch durchaus angebracht scheint – gibt es nicht wirklich etwas auszusetzen und „Basson“ verrichtet seine Arbeit hervorragend! Zum Schluß sei mir noch der Spaß vergönnt und der werten Leserschaft meine derzeitige Lieblings-CD verpaßt:
Biffy Clyro „Opposites“ von Anfang 2013 in der Doppel-CD+DVD-Deluxe-Version. Die drei Schotten aus Glasgow bieten hier zwanzig absolut phantastische Songs: Vom harten Rock-Brett bis zur wunderschönen Ballade, eine packend-kraftvolle und nie nervende Frontstimme, Wahnsinns-Breaks und last not least grandiose Melodien, die sich praktisch unmittelbar im Kopf festbrennen. Ich hatte das unverschämte Glück, die „Wall of Sound“ dieser Jungs Anfang März im Bremer „Aladin“ vor nur 1.600 Fans live erleben zu dürfen und muß kein Prophet sein, wenn ich behaupte, ihre nächste Tour wird nur noch in großen Hallen stattfinden. Da ich mich so gar nicht für einen einzigen Track entscheiden konnte, habe ich einfach die gesamte Disc 1 in einem Schwung durchgehört – das geht auf großen Lautsprechern erwiesenermaßen schon noch mal besser, doch das Allerwichtigste: Davis rockt! Und macht Spaß, was das Zeugs hält!
Auf den Punkt gebracht
Was soll ich bloß über dieses „Trio Infernal“ schreiben, ohne daß es sich wie stumpfe Lobhudelei liest? Die Davis-Kombi „Dufy HD“ plus „Basson“ bietet hochwertige Verarbeitung, gepaart mit sehr guten klanglichen Eigenschaften und garniert mit einem hervorragenden Preis-/ Leistungsverhältnis! Die musikalische Richtung würde ich als ehrlich und präsent bezeichnen.Und wo liegen die Kritikpunkte? Weniger kann manchmal durchaus mehr sein, wenn es umsymphonisch dichteste Musik geht, und daß eine 25er Seidenkalotte nicht die Auflösung eines Air-Motion-Transformers haben kann, muß ich hier nicht näher erläutern. Wenn ich allerdings für den rein materiellen Gegenwert eines Paares AMT-Hochtöner eine komplette und ausgewachsene Satelliten-Subwoofer-Kombi suchte, dann wüßte ich schon, wen oder was ich genauer unter die Lupe nähme.


Holger Peter

 

Fazit :

Ein nicht alltäglicher Breitbänder, dessen faszinierende Möglichkeiten erkundet werden wollen.


Dufy 3D im Test bei der Hifi Test

Preisleistung : sehr gut

+ sehr kompakte Abmessungen

+ ehrlicher , griffiger Klang

Fazit :

Klein aber fein: die Davis 3D ist ein vollwertiger Kompaktlautsprecher mit sauberer, klangfarbenfroher Musikwiedergabe,gepaart mit einer guten Portion ehrlicher Direktheit, die besonders bei Vokal- und Instumentalmusik zu Geltung kommt.