Michel Fremer in Stereophile über den 2110 Pre-Amplifier

Beschreibung des Fertigungsaufwandes:

Apropos spiegelglatte Oberflächen, die 15 Tasten auf der Infrarot Fernbedienung sind aus Edelstahl und von Hand in-Haus in einem neunstufigen Prozess geschnitten und poliert, bis ihr Aussehen perfekt zu den Tastern und der verspiegelten Anzeige auf der Vorderseite des Vorverstärkers passt. Die 993S-Verstärkungs-Module zeichnen sich durch hohen Strom, hohe Slew Rate, hohe Stromabgabe, niedrige Ausgangsimpedanz und extreme Bandbreite aus.

Jeder Kanal besteht aus drei Positiv und drei Negativ-Boards innerhalb einem komplett montierten und vergossenen Module und jedes liefert bis zu 20 dB Verstärkung.

Vor der Installation werden die Module getestet, erneut getestet und unter Verwendung eines automatisierten und computergesteuerten Prozesses getrimmt, der bis zu 10.000 verschiedene Kombinationen von Widerstandswerten auswertet und die Module entsprechend einem festgelegten 933S Engineering-Sample justiert.

Gigantisch!

Beschreibung zum Klangerlebnis:

Sofort offensichtlich schon beim ersten Hören war der feste Griff der 2110 bei der Musik und insbesondere auf die Abbildung des Raumes. Sowohl meine Referenz darTZeel NHB-18ns und die Dan D'Agostino Master Audio-System Momentum Vorverstärker erzeugen große Sounds mit wogenden Leichtigkeit, aber die Boulder erzeugte eine Bildintensität, Körperlichkeit und Solidität, die waren in meiner Erfahrung absolut beispiellos. Erster Eindruck: ein riesiges Wow.

Der Boulder 2110 Vorverstärker war so tonal neutral und transparent wie ich es noch nie gehört habe. Er ist absolut stumm und frei von unerwünschten Artefakten wie Körnigkeit, zu viel Glanz oder übertriebenen Details.

...und der Klang ist so transparent und ohne einen eigenen Charakter wie ich es bisher von keiner Elektronik-Komponente gehört habe.

Als die Boulder 2110 meine Räume verlassen hatte verschwanden leider auch ihr holografischer Griff, die räumliche Darstellung sowie ihre Fähigkeit, feinste Details zu zeigen - Qualitäten, die mein System auf ein Niveau gehoben hatten, wie es noch kein anderes Produkt geschafft hatte.

 John Atkinson in Stereophile über den 2110 Pre-Amplifier

 Beschreibung der Messwerte:

Die Verzerrung des 2110 sind so niedrig das es eine besondere Herausforderung war, sie überhaupt messen zu können.

Boulder´s 2110 ist der Vorverstärker mit den besten Messwerten den ich je erlebt habe. Nicht nur das die Verzerrungen und das Rauschen absolut gering sind, es gibt auch bei einer Änderung der Ausgangsspannung, Lastimpedanz oder der Einstellung der Lautstärkeregelung keinerlei Veränderung, ebenso fast nicht messbar bei einer Frequenzänderung.

 

HiFi + von Alan Sircom

Am obersten Ende jeder Diskussion über High-End-Audio steht auf jeden Fall Boulder.

Die Boulder ist eine von sehr wenigen Top-End-Komponenten , die wirklich "winzig" klingen können, wenn es erforderlich ist, und absolut "groß", wenn es notwendig ist.

...es ist vollkommen klar, dass wir es hier mit etwas an der absoluten Spitze zu tun haben.

Wählen Sie einen Aspekt aus dem ganzen Spektrum (z.B.  Artikulation der Stimme), eine Aufnahme , die diesen Aspekt speziell unterstreicht (sagen wir, "Lucky" von Kat Edmonton) und hören Sie was die Boulder daraus macht, es erscheint "richtiger" als Sie es jemals zuvor gehört haben.

...und sie lassen fast alles andere klingen als wenn es irgendwie beeinträchtigt wäre.

Hifi & Records

Boulder 2008 Phonovorstufe

Bisher habe ich das immer „nur“ als eine gewisse Unruhe im Klangbild empfunden, als Eigenart einer Liveaufnahme. Jetzt weiß ich das dank der Boulder 2008 richtig zuzuordnen. Dem Hörspaß tut das nicht den geringsten Abbruch, vertrief eher die Illusion des Dabeiseins.

Bei „Blackbird“ (Siri Svale Band) ist es das Zusammenspiel von Kontrabass und E-Bass, das mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit übermittelt wird, präzise die beiden Instrumente mit Größe,Korpus und Saitenanriss darstellt.

Das sind jetzt nur zwei – prägnante Beispiele, beliebig herausgegriffen aus einer Vielzahl. Man kann diesem Phonoverstärker mit Worten schwerlich gerecht werden.

 

Es waren spannende, höchst vergnügliche Wochen mit der Boulder 2008. Wegen des Preises bleibt das ein Phonoverstärker für einen kleinen, erlauchten Kreis. Diesem ist eine exorbitante analoge Wiedergabe mit drei gleichwertigen Phonozügen sicher. Mein Trost bleibt die Bemerkung meiner beiden Mithörer:

„…es gibt ein Leben nach der Boulder.“

Schön war`s !

 

Helmut Rohrwild

 

 

Hifi & Records

Boulder 810 und 850

 

Fazit: Das sind die besten Verstärker, die ich bisher hören durfte. Mit Ihnen ist man ganz sicher für jede highfidele Lebenslage bestens gerüstet. Der Preis dieser „kleinen“ Boulder-Verstärker ist hoch, aber in Anbetracht des Klangbildes zweifellos angemessen.

 

Helmut Rohrwild

 

LP Nr_2-2009

Test Phonovorverstärker Boulder 2008 LP


Boulder – der Felsbrocken.
Aber auch Boulder, Colorado, ein Ort in den Rocky Mountains, umgeben von schroffen
Felsen. Vielleicht hat sich in dieser Umgebung eine Geisteshaltung entwickelt, sich gegen natürliche Grenzen
aufzulehnen und ihnen eigene Großtaten entgegen zu halten Dicke Brocken Eine Sage von einem berühmten Bildhauer
berichtet, er wurde einmal angesichts einer seiner Statuen gefragt, wie er es denn schaffe, einen Löwen aus einem Granitblock
zu meißeln. Seine Antwort lautetet: „Ganz einfach, ich schlage alles weg,was nicht nach Löwe aussieht.“ Einen ganz ähnlichen Eindruck haben auf HiFi-Messen immer die Geräte von Boulder auf mich gemacht, bei denen ich mir vorstellte, dass die Männer aus den Rocky Mountains einfach einen massiven Aluminiumblock nehmen, alles wegfräsen, was nicht zu einem Verstärker gehört und dann zum Preis eines sehr gediegenen Autos verkaufen. In die Verlegenheit, über diese
Brocken von High-End-Technik auch nur nachdenken zu müssen, bin ich angesichts der aufgerufenen Summen nie geraten – ein kleiner Rest nagender Neugier bleibt aber: Was kann denn bitte eine Phonostufe für 35.000 Euro noch besser als eine „billigere“, sagen wir für 5.000 Euro? In dieser Preisregion muss es – will man sich nicht auf die Ebene eines reinen Prestigeobjekts stellen, bei dem tatsächlich der Preis das wichtigste Verkaufsargument ist – um nichts weniger gehen als die oft herbeigeredete Grenze des Machbaren. Punkt.
Und genau ein solches Gerät wollten wir in einem Themenspecial zum Thema Phonovorstufen einfach dabei haben – es geht bei einem solchen Test nicht um ein paar Prozent mehr oder weniger Klang, wir wollten einfach mal sehen, was geht. Unser Dank geht an Stefan Becker vom deutschen Boulder-Vertrieb, der eines der wenigen in Deutschland stationierten Geräte aufgetrieben und zur Verfügung gestellt hat – in dieser Preisklasse zieht man HiFi nicht mehr einfach aus dem Lagerregal. Die Boulder 2008 – der Name hat nichts mit dem Jahr seines Erscheinens zu tun – wird schon seit einigen Jahren gebaut. 2000 heißt die hochwertigste Serie aus Colorado, die Phonostufe ist einfach mit 2008 betitelt, schlicht und pragmatisch. Eine ebensolche Haltung können wir auch den Designern des Geräts unterstellen: Hier ist absolut nichts protzig oder dekadent – die 2008 ist für einen Phonovorverstärker nur einfach ziemlich groß und (natürlich) zweiteilig. Die Gehäusewände bestehen aus dickem, matt gebürstetem Aluminium, wenn auch nicht in der exorbitanten Materialstärke wie bei den Leistungsverstärkern.
Die Deckel sind aus dickem Blech, das mit einer extrem widerstandsfähigen rauen Beschichtung versehen wurde. Die Verarbeitungsqualität
ist der Preisklasse entsprechend – sprich nichts weniger als perfekt. Die beiden Gerät stehen auf „Quadratlatschen“, speziellen Füßen mit einer großen dämpfenden Stellfläche. Rückseitig offenbaren die beiden Geräteteile schon ein bisschen was über den getriebenen Aufwand: Gleich drei Ausgänge hat das Netzteil für die Versorgung der Phonostufe – zwei mit „Analog“ bezeichnete für den rechten und den linken Audiokanal sowie einen mit „digital“ gelabelten für die gesamten internen Steuerungs- und Umschaltmöglichkeiten. Im Inneren der Versorgungsstation geht es aufgeräumt, aber gar nicht mal so
geräumig zu: Jeder der drei Ausgänge wird tatsächlich von einem komplett eigenen Netzteil samt Trafo versorgt – die Bauteile und das Platinenlayout sind dabei auch absolut vom Feinsten. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Innenleben der eigentlichen Phonostufe – ich denke mal, ein versierter Elektroniker könnte eine ganze Weile völlig zufrieden mit der Boulder 2008 leben, einfach indem er sich die Platinen ansieht. Die Phonosektion teilt sich auf in insgesamt sechs Monokanalzüge, die in Dreiergruppen nach links und rechts unterteilt mit Strom versorgt werden. Ganz in die Karten sehen lässt man sich bei Boulder nicht – die Verstärkung erfolgt komplett in vergossenen Schaltungen mit dem Schriftzug Boulder 993. Neben zwei Cinchbuchsen für einen externen Demagnetizer gibt es am 2008 nur symmetrische XLR-Ein- und Ausgänge – Adaper für Cinch-Tonarmkabel sind als Originalzubehör erhältlich. Insgesamt drei komplette Phonoteile lassen sich individuell an den jeweils angeschlossenen Tonabnehmer anpassen – zu diesem Zweck gibt es sechs „Schubladen“, kleine Einschubplatinen (bei Boulder viel hübscher genannt „Personality Cards“) mit einem festen Eingangswiderstand, auf denen sich weitere Widerstände und Kondensatoren zur optimalen Anpassung
einlöten lassen. Des Weiteren lässt sich per DIP-Schalter noch die Betriebsart (MM oder MC) auswählen, die Verstärkung um 10 Dezibel variieren und man kann entscheiden, ob das angeschlossene System am Demagnetisierungsprogramm teilnimmt, das man per Taste auf der Vorderseite startet, wie gesagt nur mit einem geeigneten externen Demagnetizer und nur für MC Systeme. Frontseitig hat man neben dieser Funktion noch eine ganze Reihe weiterer hochglanzpolierter Taster zur Verfügung:
Anwahl der drei Phonozweige, Monotaste und drei wählbare Entzerrungskurven. Dabei ist eine RIAA-Steckkarte fest eingebaut
zwei andere können optional nachgerüstet werden (Columbia, EMI, FFRR, NARTB) –
noch seltenere Kennlinien nach Rückfrage.Rechter Hand sitzen die Taster für einen Subsonicfilter mit drei wählbaren Einsatzfrequenzen
(die messtechnisch überprüft haargenau sitzen), die Demagnetisierung, Boulder verfährt nach dem Prinzip der konsequenten
Trennung: Netzteil von Phonostufe, Audio von Steuerung, Linker Kanal von rechtem Kanal - so klappts mit dem perfekten Klang
Nichts gespart: Trotz des vergleichweise riesigen Gehäuses gibt es in der Boulder 2008 keinen Quadratzoll ungenutzte Fläche – kein
Wunder bei drei Phonozweigen dieser Qualität was ich dann auchirgendwann getan habe.
Dilemma: Wie beschreibe ich jetzt eine Phonovorstufe, die 35.000 Euro kostet?
Nun, die Boulder macht es mir in dieser Hinsicht leicht – habe ich bei der Ausstattung und Verarbeitung zumindest noch
bestätigen können, dass man nichts weniger als perfekt gearbeitet hat in Colorado, so kann man über den Klangcharakter der
Boulder 2008 gar nichts schreiben – sie hatkeinen.
Anschließen. Spielt. Fertig.
Und nein, das ist kein HiFi-Tester-Gelaber. Angesichts wirklicher Perfektion stehe ich einfach hilflos nach Worten ringend da.
Thema Frequenzumfang: Alles da, ausgewogen ohne Ende, keinerlei Bevorzugungen, Betonungen. Räumlichkeit: Weite
und Tiefe. Dynamik: Oh ja! Das lässt Sie jetzt etwas unbefriedigt? Ja, mich auch, also reiße ich mich jetzt mal etwas zusammen
und versuche, dem Gerät gerecht zu werden. Aus meiner Hörerfahrung heraus wage ich zu sagen, dass die Boulder 2008
dem oft zitierten Stück Draht am nächsten kommt – sie lässt nichts weg, sie fügt nichts hinzu. Was herausragende Eigenschaften
angeht: Hier kann die Maschine aus Colorado nichts vorweisen, weil sie alles hat und alles kann. Es beschleicht mich beim
Hören der grausame Verdacht, dass die hervorragendsten Eigenschaften so mancher anderer Geräte immer auf Kosten
weiterer Qualitäten gehen. Ein wirklich herrlicher Messtechnik-Kommentar :Die Boulder 2008 ist messtechnisch sehr gut,
wenn auch nicht die beste jemals in unserem Labor gemessene Vorstufe. Mit -81,1 dB (MC:-63,8 dB) Rauschabstand und -77,3 dB (MC: -58,7
dB) Kanaltrennung kann man aber sehr gut leben. Der Frequenzgangverlauf ist über alle Zweifel erhaben, ebenso das makellos funktionierende
Subsonicfilter. Der Klirr liegt bei vernachlässigbaren 0,08 % im MC und 0,01 % im MM-Betrieb. Trotz der gewaltigen Materialschlacht begnügt sich die 2008 mit moderaten 45 Watt aus dem Netz.
Gemessenes Versorgungsleitungen: Gleich drei Spezialkabel sichern den Betrieb der Analog- und der Steuerungssektion. Selbstverständlich kann
man die Stecker nicht falsch anschließen Anschlussfreudig: Drei Tonabnehmer nehmen symmetrisch mit der Boulder Kontakt auf, ausgangsseitig gibt es Ausgänge für
einen Verstärker und einen Rekorder Die gekapselten Einheiten, sechs an der Zahl sind die Boulder-eigenen 993-Schaltungen – natürlich lässt man sich hier
nicht überall in die Töpfe gucken rausragendes Gerät schreit den Hörer eben nicht nach Aufmerksamkeit heischend an, sondern wirkt gerade angesichts riesiger
Erwartungen eher langweilig und fast ein bisschen ernüchternd. Ein erstes Aha-Erlebnis hatte ich mit einer ABBA-Platte (ich gestehe!), die spaßeshalber lief, um deren audiophile Qualitäten auszuloten (geht so).Auf einmal hatte ich eine Textpassage, die mich noch nie und auch nicht in diesem Moment interessierte, haargenau verstanden. Beeindruckend. Konzentrierter machte ich mich dann daran, meine Plattensammlung zu durchforsten – kaum eine Aufnahme hatte ich so schon einmal gehört, sei es jetzt in ihrer grandiosen Räumlichkeit, ihrer stupenden Dynamik oder dem unendlichen Reichtum von Details und Feinauflösung. Ich behaupte jetzt einfach mal: Besser geht es technisch nicht und näher kommt man an auf Schallplatte aufgenommene Musik nicht heran. Die Phonovorstufe (fairerweise muss man ja sagen: die drei Phonovorstufen) aus Boulder, Colorado kostet viel, viel Geld, weitaus mehr Geld, als die meisten Leute in ihrem ganzen Leben für HiFi ausgeben werden. Mit der 2008 bekommt man aber für sein Geld nicht nur einen perfekten Phonovorverstärker, sondern auch eine komplett neue Plattensammlung quasi gratis dazu. Besser geht’s nicht.
Thomas Schmidt

Boulder 2008
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Unterm Strich …
»... die Boulder 2008 ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Referenzgerät. Sie ist technisch wie klanglich in Sachen Phonoverstärkung der Stand der Dinge.



 

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Hinweis

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